Xa - Das Symbol der Ezidischen Akademie

von Hatab Omar

Wir haben sagen hören, dass das Symbol der Ezidischen Akademie nicht ezidisch ist und öfter mit dem Kreuz der Christen verwechselt wird. Dies geschieht daher, das die Mehrheit der Menschen nicht mehr weiß, dass das Symbol eine ezidische Reliquie ist.

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Ezidisch-kurdische Siedlungen in Georgien

von Jenny Thomsen

Die kurdische Minderheit in Georgien bestand in der Vergangenheit aus Menschen zweier Konfessionen – Islam und Ezidentum. Bereits im zehnten Jahrhundert kamen die ersten muslimischen Kurden nach Georgien. Sie kamen periodisch aus dem Süden, vor allem als Saisonarbeiter. Später, im sechzehnten Jahrhundert, ließen sich muslimisch-kurdische Nomaden in Kartli nieder, vor allem rund um Mtskheta. Die größte Migrationswelle der muslimischen Kurden nach Georgien erfolgte allerdings in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts, als sie als Nomaden aus der Türkei kamen und sich vor allem in den südlichen Regionen Georgiens ansiedelten. Die Minderheit wurde 1944 in der Stalin-Ära dann gemeinsam mit einigen anderen muslimischen Gruppen aus Süd-Georgien zu großen Teilen aus dem Land deportiert. Nur wenige sind seitdem zurückgekehrt. Folglich besteht die überwiegende Mehrheit der Kurden in Georgien heute aus Eziden. Muslimisch-kurdische Gemeinschaften im Kaukasus findet man fast ausschließlich in Aserbaidschan.

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Zum Verhältnis von Christen und Eziden im Euphrat

von Lutz Brade

Vorläufer des und Übergänge zum Monotheismus werden im Zweistromland durch schriftliche Zeugnisse wie den Codex Hammurabi, das Gilgamesch Epos und die Erzählungen über Abraham in der hebräischen Bibel  belegt. Die erwähnten Quellen stammen aus dem Zeitraum zwischen ca. 2000 – ca. 1000 v.Chr. Bis in diese Periode dürfte mündliches ezidisches Traditionsgut zurück gehen, wie religions-, sprach-, literaturwissenschaftliche, archäologische Forschungen und Analysen von mündlich überliefertem Material in den vergangenen drei Jahrzehnten ergeben haben. Als ein Beispiel für ezidische monotheistische Vorstellungen  wird das  folgende Gebet zitiert:

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Die Bedrohung der Eziden durch Selbstzerstörung oder die Anstrengung für eine Identitätsfindung

von Lauffrey Nabo

Zu unserer ethnisch-religiösen und kulturell-politischen Situation in unserer ursprünglichen Heimat führe ich an, dass wir Eziden eine Minderheit der kurdisch sprechenden Glaubensgemeinschaft aus dem Orient (Irak, Syrien, Türkei sowie Armenien und Georgien) sind. Wir wurden Anfang der 80er Jahre wegen der Unterdrückung durch islamische Herrschaftssysteme und ihre Bevölkerungsgruppen gezwungen, aus unseren Siedlungen  nach Europa zu fliehen.

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Das ezidische Neujahr

von Hayri Demir

1. Bezeichnung, Bedeutung und Terminierung von Carsema sor
2. Anmerkungen zum Akitu-Fest und Carsema sor
3. Zur Mythologie der Eziden
4. Bräuche
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Die Sozialstruktur in der yezidischen Gesellschaft

von Johannes Düchting

Die Sozialstruktur der Yezidi ist völlig unabhängig von der religiösen Kastenstruktur. Personen mit höherem religiösen Rang können in den Stammesstrukturen durchaus einen niedrigen Rang haben. So kann es durchaus vorkommen, daß ein Sheikh oder Pir  bei einem Laien als Hirte oder Landarbeiter beschäftigt ist. Die Behauptung der „Islam-Forscherin“ Ina Wunn „Die Muriden stellen die Untertanen dar, die Pirs entsprechen den Rittern“[1] ist völlig falsch und beweist lediglich, daß auch „Islam-Forscher“ über die Yezidi nicht allzu gut informiert sind.

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Carsten Niebuhr und die Eziden (18. Jahrhundert)

von Hatab Omar

So hat der deutsch-dänische Vermessungsingenieur Carsten Niebuhr, der zwischen 1761 und 1767 durch die ezidischen Wohngebiete reiste, über die Lage der Eziden in seinen Reisebeschreibungen geschrieben:

“Weil die Türken in ihren Ländern nur jenen freie Religionsausübung gestatten, die göttliche Bücher haben, also den Mohammedanern, Christen und Juden, sind die Jesidier gezwungen, die Grundlehren ihrer Religion geheim zu halten.

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Anstöße

von Lutz Brade

Der Name der Religionswissenschaftlerin I. Wunn begegnete mir erstmals in der Zeitung ‚Neue Westfälische‘, in der ein Interview mit ihr über ‚Jesiden in Deutschland‘ am 11.07.09 abgedruckt wurde. Der Beitrag erfolgte zu einer Zeit, als die ‚Ezidische Gemeinde OWL‘ nach einer Immobilie für ein Kulturzentrum suchte. Mit den Äußerungen von Frau Wunn wurde von der Lokalredaktion in Herford ‚Aufklärung über das Jesidentum‘ angestrebt und ‚gegenseitige Vorurteile‘  sollten abgebaut werden.

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